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Ressourcenorientierte Stressbewältigung

 
Symptome von Stress und "Burnout"
"Ich werde nicht anerkannt, nicht gesehen" - "Ich fühle mich den Anforderungen nicht gewachsen" - "Ich fühle mich hilflos, ausgeliefert, gedemütigt" - "Ich bin schwach und wertlos" - " Ich bin nicht gut genug" ...
Kennen Sie dieses Gefühl der Freudlosigkeit, wenn der berufliche oder der private Alltag oder auch beides zu einer Last werden?

Ermüdende Routine, konfliktbeladene Begegnungen mit Kollegen oder Familienmitgliedern kennzeichnen den Alltag. Die Konsequenz: man reagiert überzogen oder auf Sparflamme auf einfachste Unebenheiten des Lebens, die als unüberwindbare Hürden erscheinen. Alles wird negativ bewertet, eine Kette von entsprechenden Ereignissen oder Katastrophen scheint sich quasi selbst zu programmieren.

Zu den körperlichen Stress-Symptomen gehören u. a. Verspannungen, meist im Bereich der Schultern oder des Rückens, Zustände von Depression oder extremer innerer Unruhe, Schwindelgefühle ohne erkennbare Ursache, auftauchende Ohrgeräusche, für manchen Menschen anscheinend aus dem Nichts.
Für einige entwickeln sich die Symptome langsam, vielleicht auch wellenartig - mal mehr, mal weniger -, für andere bricht das ganze System auf einen Schlag zusammen, z. B. in Form eines Herzinfarkts.

Ursachen
Oft sehen die Betroffenen ihre berufliche oder private Belastung als Ursache für ihr Leiden. Und sie selbst erleben meistens ihre Situation als unveränderbar. (Psycho-) Analytisch betrachtet liegen jedoch die Ursachen tiefer.
Einige, möglicherweise viele unserer früh gelernten Verhaltensmuster, Überzeugungen, Bewertungen von Situationen und Ereignissen erweisen sich im Erwachsenenleben zunehmend als unbrauchbar in extremen und auch lang anhaltenden Belastungssituationen, deren Ende als nicht absehbar erscheint.
Würde die äußere Situation sich verändern, blieben doch die inneren Stressfaktoren der Betroffenen erhalten. So verschaffen Veränderungen am Arbeitsplatz bzw. Partnerwechsel etc. zwar vorübergehend Erleichterung oder Entspannung, helfen jedoch nicht wirklich.

Therapeutischer Ansatz
Für die ressourcenorientierte Stressbewältigung ist es nicht erforderlich, diese Ursachen analytisch aufzuarbeiten. Aktuelle Situationen oder Körpersymptome, die der/die Betroffene als belastend erlebt, in denen sich automatisch exemplarisch auch die (alten) negativen Muster widerspiegeln, bilden den Ausgangspunkt für diesen therapeutischen Ansatz.
Das aktuelle Material, das der/die Betroffene selbst mitbringt, stellt immer wieder die Grundlage dar, auf der die Veränderung ansetzen und erlebt werden kann. (Wenn dabei Kindheitserfahrungen wieder ins Bewusstsein rücken, werden diese natürlich in der Arbeit berücksichtigt.)

Neben der Betrachtung des Leidens wird vor allem die Erfahrung der gesunden Anteile des Menschen in den Mittelpunkt der therapeutischen Arbeit gestellt. Diese Erfahrung bildet die Grundlage der Heilung.

Therapieziele, Verlauf von Selbsterfahrung und Therapie
In Verbindung mit der körperlichen und seelischen Entspannung und Erleichterung der unmittelbaren Leiderfahrung ist es ein wesentliches Anliegen dieses Programms, dass der einzelne
  • seine Selbst-Wertschätzung neu erfährt,
  • seine Selbstheilungskräfte aktiviert, um verlorene und neue Quellen der Kraft zu entdecken,
  • den Weg zu einer freudvollen Lebensgestaltung (wieder)findet.

Als zentrales Ziel wird betrachtet, dass der/die einzelne sich nicht mehr als Opfer von äußeren Bedingungen und Verhältnissen empfindet, sondern zunehmend lernt, die Verantwortung und Kontrolle über das eigene Leben wieder selbstbestimmt zu übernehmen.

Der Prozess orientiert sich an folgenden Schwerpunkten:
  • Welches sind meine äußeren, welches sind meine inneren Stressfaktoren?
  • Welche Glaubenssätze bestimmen vorherrschend mein Leben?
  • Aus welchen Quellen schöpfe ich meine Kraft?
  • Welche Problemlösungsmöglichkeiten eröffnen sich für mich?

Unter diesen Gesichtspunkten wird die Stresssituation bzw. die Krise als Chance gesehen, die die Möglichkeiten zu notwendigen Veränderungen schon bereit hält. Gearbeitet wird auf der Grundlage der Integrativen und Gestalttherapie (FPI) mit Methoden und Techniken wie

In diesem Sinn ist die ressourcenorientierte Stressbewältigung gut geeignet, eine medizinische oder physiotherapeutische Behandlung zu ergänzen bzw. zu begleiten oder eine tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie zu unterstützen.
Aber auch in der Vor- und Nachsorge und für jeden Menschen, der sich selbst etwas Gutes tun möchte, hat sich diese Arbeit bewährt.

 
Kommentar eines Kursteilnehmers in einem Brief:
"Ich möchte mich [...] nachdrücklich für die einfühlsame und engagierte Arbeit bedanken. Das Seminar beschäftigt mich fortwährend. Manches, was ich vergessen hatte oder was im Alltagstrott der vergangenen Jahre verloren gegangen ist, wurde mir wieder in Erinnerung gerufen, und ich habe über vieles nachgedacht. Die beiden Tage waren [...] außerordentlich konstruktiv [...]: körperlich geschafft, seelisch zufrieden."

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